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Reglement / Regulations

ACA-Reglement Kurzfassung



Ein Zuchtprogramm muss in das generelle Management der Bienenvölker eines Betriebes und in eine Förderung für die gesamte Imkerschaft eingepasst sein:

- Generelle Ziele

· Erhöhung / Verbesserung der Honigleistung / Varroatoleranz / Sanftmut – Ruhe / geringe Schwarmneigung

· Steigerung der Produktivität und Senkung der Kosten generell

· Über Königinnenproduktion für die gesamte Imkerschaft und ein gutes Belegstellenmanagement (ACA-Belegstellen müssen bei Einhaltung der Regeln öffentlich zugänglich sein) muss der Zuchterfolg der gesamten Imkerschaft zugänglich gemacht werden


Generelle Aspekte für das Zuchtprogramm

· Das bewährte und erfolgreiche, vom Institut für Bienenkunde entwickelte Zuchtprogramm ist Grundlage für das Zuchtprogramm der ACA. Bei neuen erfolgversprechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen (dies ist besonders in der Varroatoleranzzucht zu erwarten) muss das Zuchtprogramm angepasst werden.

· Möglichst viele Imkereien sollen in das Zuchtprogramm eingebunden werden (Populationsgröße, Prüfung in möglichst vielen verschiedenen Umwelten) (Muss einer der Wichtigsten Punkte für die Zukunft sein!)


Allgemeine Regeln

· Die Leistungsprüfung hat unter den gleichen Bedingungen wie eine wirtschaftlich ausgerichtete Honigproduktion zu erfolgen

· Ein Prüf- oder Zuchtbetrieb muss mindestens 20 Völker in die Leistungsprüfung einbeziehen = ein wirtschaftliches Interesse muss vorhanden sein. Ein einzelner Leistungsprüfstand muss mindestens 10 Völker umfassen.

· Jedes Jahr müssen in einem Prüfbetrieb mindestens 50% der Prüfvölker mit einer neuen = jungen Prüfkönigin versehen werden.

· Eine Geschwistergruppe soll mindestens 6 und darf maximal 25 Königinnen umfassen

· Die Hälfte der Königinnen einer Geschwistergruppe sollen einer Fremdprüfung unterworfen werden (= Verteilung auf verschiedene Prüfstände / Prüfbwetriebe; statistische Korrektur des Standeffektes, Objektivierung der Prüfung). Die in der Fremdprüfung befindlichen Königinnen bleiben Eigentum des Züchters und sie können nach Abschluss der Leistungsprüfung zurückgefordert werden.

· Die neuen Prüfvölker müssen rechtzeitig vor Beginn der neuen Prüfsaison (= September) in Form von Kunstschwärmen oder Ablegern so aufgebaut werden, dass sie einwandfrei überwinterungsfähig sind. Werden Altvölker mit neuen Prüfköniginnen umgeweiselt, muss die Volkstärke spätestens bis Mitte September innerhalb eines Prüfstandes auf eine einheitliche Stärke ausgeglichen werden. Die Vorgabe der Einwinterungsstärke für die neuen Prüfvölker ist mindestens ein gut besetzter Raum im 10-rahmigen „Zandermagazin“, da sonst keine gleiche Ausgangssituation bei der Auswinterung gegeben ist. Eine verpflichtende Restentmilbung muss ab Ende Oktober bis Ende Jänner durchgeführt werden!

· Die Prüfvölker eines Prüfstandes sollen Mitte September vor der eigentlichen Prüfsaison eine möglichst gleiche Ausgangssituation haben (Einwinterungsstärke, Varroabefall).

· Ab Mitte September dürfen die Leistungsprüfvölker nicht mehr verstärkt oder geschröpft werden.

· Voraussetzung für die Leistungsprüfung ist auch ein einheitliches Rähmchenmaß bzw. Beutensystem innerhalb eines Prüfstandes

· Es ist in der Regel nur sinnvoll, Völker mit einer Reinzuchtkönigin einer Leistungsprüfung zu unterziehen. Eine Ausnahme ist für Neueinsteiger gegeben. Hier sollen auch Völker mit einer standbegatteten Königin geprüft werden.

· In der Leistungsprüfung muss jede Prüfkönigin eine unverwechselbare Zuchtbuchnummer = Lebensnummer haben. Neueinsteiger bekommen für ihre schon vorhandenen Königinnen Lebensnummern zugewiesen.

· Der Imker eines Prüfstandes muss für jede Königin (Volk) eine ACA-Stockkarte führen. In diese Stockkarte müssen alle für die Leistungsprüfung relevanten Daten eingetragen werden.

· Allen Prüfköniginnen muss ein Flügel zum Zweck einer unverkennbaren Markierung gestutzt werden (Ausnahme spezielle Biobetriebe)

· Die Prüfvölker eines Prüfstandes müssen die gesamte Prüfsaison zusammen bleiben. Werden z.B. bei einer Wanderung die Völker in zwei Gruppen mit verschiedenen Aufstellungsorten geteilt, sind diese zwei Standorte als jeweils eigene Prüfstände (Mindestgröße an Bienenvölkern beachten) in der Zuchtwertschätzung zu behandeln.

· Die Behandlung der Prüfvölker während einer Prüfsaison soll nach dem Bedarf des jeweiligen Volkes erfolgen. Wenn in der Betriebsweise nicht unbedingt erforderlich (z.B. Raps – Robinien-Sortenhonigproduktion; bestimmte Regionen mit geringer Tracht), soll das Absperrgitter vermieden werden, damit sich die Prüfvölker frei und ungehindert entwickeln können. Allerdings ist es wichtig, dass in der Völkerführung kein Volk bevorteilt oder benachteiligt wird.

· Jede Zugabe oder Entnahme von Futter / Honig während der Prüfsaison muss auf der Stockkarte mengenmäßig notiert werden

· Vorbeugender Medikamenteneinsatz (z.B. gegen Nosematose) ist nicht erlaubt. Medikamenteneinsatz ist grundsätzlich nur in der Varroabehandlung gestattet.


Selektionskriterien

Nur wirtschaftlich wichtige Kriterien werden in der Auslese berücksichtigt.

  1. Honigleistung

“Honey is money” = Honig ist Geld = die Honigleistung ist das wichtigste Selektionskriterium

o Zur Beurteilung der Honigleistung wird der tatsächlich aus dem Prüfvolk zur Schleuderung entnommene Honig herangezogen. Honigvorräte, die nicht aus dem Volk entnommen werden können (z.B. Futterkränze), werden nicht beurteilt.

o Die ACA akzeptiert zur Beurteilung des Merkmales Honigleistung zwei Methoden:

- die bei der Honigernte aus einem Volk entnommenen Honigwaben werden gezählt, markiert und das Gewicht des entnommenen Honigs sicherheitshalber geschätzt. Diese Daten werden in die Stockkarte eingetragen. Im Schleuderraum werden die markierten Waben eines Volkes vor und nach der Schleuderung gewogen. Die Differenz ist die tatsächliche Menge Honig, die als Leistung in der Zuchtwertschätzung herangezogen wird. Dies stellt die optimale Methode dar.

- Da diese Methode für größere Betriebe mit Außenständen sehr aufwendig (= nahezu undurchführbar) ist, wird eine zweite Methode akzeptiert: Die vollen Honigwaben werden aus dem Prüfvolk entnommen, gezählt und gewogen (eine gute Badezimmerwaage mit externem Discplay reicht). Diese Daten werden in die Stockkarte eingetragen. Nach der Schleuderung wird das Leergewicht von 50 bis 100 frisch ausgeschleuderten Waben gewogen und daraus ein durchschnittliches Gewicht einer leeren Wabe errechnet. Dieses „tara-Gewicht“ einer Wabe wird dann bei jedem Prüfvolk entsprechend der Anzahl der entnommenen Honigwaben vom brutto-Gewicht dieser Honigwaben abgezogen.

- Die Ergebnisse jeder Schleuderung werden jeweils (möglichst mit anderer Farbe) in die Stockkarte eingetragen

o Die Gesamtleistung eines Prüfvolkes stellt dann am Saisonende die Summe der Ergebnisse der Einzelschleuderungen dar.

  1. Varroa Toleranz (VT)

Die Selektion auf VT ist ein sehr wichtiges Zuchtziel, das sich allerdings nicht direkt in Geld ausdrücken lässt. Varroatolerante Bienen garantieren rückstandsfreie Bienenprodukte (Produktsicherheit) und sie reduzieren die Behandlungskosten. Varroatolerante Bienen sind besonders wichtig für Anfänger und die Kleinimkerei und damit für die Garantie einer flächendeckenden Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen.

Eine möglichst breite, auch internationale Zusammenarbeit ist wegen der niedrigen Heritabilität in der VT noch wichtiger als in der Selektion auf andere Merkmale.

Grundsätze und Methoden der VT

- Eine gleiche Varroa-Startpopulation zu Beginn der Prüfsaison ist durch eine sorgsame Varroa-Behandlung der neuen Prüfvölker im Spätsommer und Herbst anzustreben (= vor Beginn der neuen Prüfsaison).

- Nachdem durch fluvalinat-resistente Milben verschiedene andere Behandlungsmittel zu verschiedenen Terminen eingesetzt werden müssen, sind die Daten für eine brauchbare Zuchtwertschätzung anhand des Behandlungsabfalles nicht mehr verwendbar. Aufgrund von wissenschaftlichen Analysen war es notwendig, neue Beurteilungsmethoden für das Merkmal VT zu wählen, wobei grundsätzlich gilt, dass alle Behandlungen und Beurteilungen innerhalb einer Prüfgruppe (= eines Prüfstandes) unbedingt zum gleichen Zeitpunkt mit dem gleichen Mittel erfolgen müssen:

o Im Spätsommer bis Herbst müssen die neu aufgebauten Prüfvölker sorgsam gegen die Varroamilbe behandelt werden, um einen sehr niedrigen, für alle Völker annähernd gleich hohen Varroa-Ausgangsbefall zu erreichen.

o Während der Prüfsaison dürfen keine medikamentösen Behandlungen gegen die Varroamilbe durchgeführt werden. Auch die Drohnenbrutentnahme sollte bei den Prüfvölker vermieden werden. Wenn dies im Rahmen der Betriebsweise aber unbedingt notwenig sein sollte, muss darauf geachtet werden, dass jedem Prüfvolk die annähernd gleiche Menge Drohnenbrut entnommen wird. (Vermerk der entnommenen Anzahl von Baurähmchen in der Stockkarte!)

o Ab der Weidenblüte wird eine Gitterwindel in die Prüfvölker eingelegt, um über 21 Tage den natürlichen Varroaabfall zu sammeln und dann auszählen. Wöchentliches Auszählen erleichtert die Arbeit, denn es ist die Anzahl der Varroa gering und es gibt noch wenig „Mist“ auf der Windel, daher kann die Varroa leicht und schnell gezählt werden =„Ausgangsbefall“ der Varroaentwicklung für die anlaufende Saison!

o In der ersten Julidekade (1. bis 10 Juli) werden aus dem Honigraum mindestens 30 Gramm Bienen (= ein mit Bienen gefüllter 100 ml Plastikbecher) genommen, gewogen, in die Gefriertruhe zum Abtöten und Lagern gegeben. Von diesen Bienen wird die Varroa mit Spülmittellösung (mindestens 2 Stunden im Becher aufschwemmen und dann lösen sich die Milben von den Bienen) von den Bienen „herausgewaschen“ mit einem „Kübelsieb“ (Honig-Doppelsieb) und die Milben (die auf dem Feinsieb zurückbleiben) gezählt und dann wird die Anzahl Varroa pro Gramm Bienen als Merkmalsbeurteilung in die Standliste eingetragen.

  1. Sanftmut und Wabensitz

Sanftmut und Wabensitz werden nach dem international üblichen 4-Punktesystem beurteilt:

- 4 Punkte = sehr sanft / sehr ruhig auf der Wabe, kein Schutz und kein Rauch notwendig zur Vermeidung von Stichen

- 3 Punkte = sanft / ruhig auf der Wabe, kein Schutz und nur ein wenig Rauch notwendig, keine Stiche

- 2 Punkte = schon aggressiv / Bienen laufen auf der Wabe, viel Rauch und Schutz (Schleier, Handschuhe) notwendig, um Stiche zu vermeiden und um noch ungehindert arbeiten zu können

- 1 Punkt = sehr aggressiv / Bienen laufen von der Wabe oder aus dem geöffneten Stock, ein Arbeiten ohne viel Rauch, Gesichtsschutz und Handschuhen ist nicht möglich, Stiche gibt es auch in größerer Entfernung vom Bienenstand

Sanftmut und Wabensitz müssen bei jeder Stocköffnung- möglichst 4 – 5mal in der Saison – beurteilt werden. Die Beurteilung soll sehr kritisch auch unter Ausnutzung von „Zwischenpunkten“ (z.B. 1,5; 2,5; 3,5) durchgeführt werden. Am Ende der Saison wird aus den Einzelaufzeichnungen ein Durchschnitt errechnet und in die Standliste eingetragen.

  1. Schwarneigung

Auch die Schwarmneigung eines Prüfvolkes wird nach diesem 4-Punktesystem beurteilt, allerdings erst am Ende der Prüfsaison aufgrund der Aufzeichnungen in der Stockkarte:

- 4 Punkte = das Volk hat die ganze Saison über keinerlei Schwarmtendenz gezeigt (keine Weiselzellen angesetzt)

- 3 Punkte = bestiftete und offene Weiselzellen wurden bei einer Routinedurchsicht gefunden. Nach der notwendigen Erweiterung (zusätzliche Einheiten) und dem Ausbrechen der Weiselzellen werden nachher keine Weiselzellen mehr angesetzt

- 2 Punkte = das Schwärmen konnte nur durch erhebliche Eingriffe verhindert werden (z.B. Zwischenableger u.a.)

- 1 Punkt = das Prüfvolk hat geschwärmt

Typische Weiselzellen für eine stille Umweiselung gelten nicht als Schwarmzellen.

  1. Volkstärke

Neben der obligat festzustellenden Volkstärke zu Beginn der Löwenzahnblüte werden die Prüfer gebeten, auch die Einwinterungsstärke (ungefähr Ende September) und die Auswinterungsstärke (bei der ersten Frühjahrskontrolle) in Form der Anzahl belagerter Waben festzustellen. Ebenso auf freiwilliger Basis werden die Prüfer gebeten, die Anzahl der Brutwaben zu Beginn der Löwenzahnblüte zu erheben. Sinn der Erhebung der in der gegenwärtigen Zuchtwertschätzung nicht berücksichtigten Daten ist, Information für weitere wissenschaftliche Auswertungen zu sammeln, um später die Möglichkeit zu haben, die Genauigkeit der Merkmalsbeurteilung zu verbessern.

  1. Rassenmerkmale

- da sich die Zuchtarbeit der ACA entsprechend der Statuten auf die Rassen Carnica und Mellifera konzentriert, ist eine Kontrolle der Rassenzugehörigkeit notwendig

- von jeder für die Nachzucht eingesetzten Königin müssen Cubitlindex, die Panzerfarbe und bei Königinnen im Grenzbereich auch Filzbindenbreite und Haarlänge beurteilt werden

  1. Zuchtwertschätzung

- die Zuchtwertschätzung muss mit den jeweils besten zur Verfügung stehenden Methoden durchgeführt werden

- derzeit wird der Zuchtwert vom Team Prof. Dr. Bienefeld (Länderinstitut Hohenneuendorf) nach dem Tiermodell (BLUP) geschätzt. Diese Methode wurde vom Bieneninstitut Hohenneuendorf in Zusammenarbeit mit der Universität Berlin entwickelt.

  1. Formularwesen der ACA

Die Datenerhebung muss in der Leistungsprüfung nach einheitlichen Richtlinien erfolgen und zu festgesetzten Terminen abgeschlossen sein. Innerhalb aller Zuchtverbändemüssen die gleichen Formulare zur Datenerhebung verwendet werden, um zu vergleichbaren und wirklichen aussagekräftigen Daten zu kommen.

Folgende einheitliche Formulare müssen von den Prüfern / Züchtern verwendet werden:

- Zuchtbuchformular: hier sind Lebensnummer, Abstammung, Verwendung und alle anderen Daten der jeweiligen Königin einzutragen

- Belegstellenbuch: auf jeder ACA-Belegstelle muss ein Belegstellenbuch geführt werden. Darin muss der aufführende Züchter, die Anzahl der aufgeführten Königinnen, Aufführungstag, Art und Umfang der Kontrolle der Drohnenfreiheit, das Begattungsergebnis u.a. eingetragen werden.

- Stockkarte: Sie ist das wichtigste Formular! In die Stockkarte werden alle Daten der Prüfkönigin, der Name des Prüfstandes und die Nummer der Beute eingetragen. Jeder Eingriff in das Volk wird entsprechend den Vorgaben im Formular in die Stockkarte eingetragen. Am Ende der Prüfsaison werden die Daten aus der Stockkarte in die Standliste übertragen. Die Führung einer Stockkarte ist für jedes Prüfvolk verpflichtende Notwendigkeit.

- Standliste: in dieser Liste sind die Daten aller Prüfvölker eines Prüfstandes eingetragen. Am Saisonende werden hier auch alle Ergebnisse der Leistungsprüfung (Merkmalsbeurteilung) aus der Stockkarte eingetragen. Die fertig ausgefüllte Standliste wird dann an die Zentrale für die Aufbereitung zur Zuchtwertschätzung eingesandt.

- Schleuderliste: beim Wiegen der Honigleistung während der Schleuderung soll die sogenannte Schleuderliste verwendet werden. Hier werden von jedem Prüfvolk die Anzahl der geschleuderten Waben, deren Gewicht vor und nach der Schleuderung eingetragen.

Die Formulare sind einzuhalten, damit einerseits alle notwendigen Daten erhoben werden und andererseits keine unnötigen, störenden Dinge unnötige Arbeit verursachen.

Wenn möglich, soll die EDV-Form dieser Formulare verwendet werden. Daten sollen in Zukunft unbedingt in Form eines einheitlichen EDV-Datenblattes erfasst werden, um die Auswertung kostengünstiger zumachen. Dies gilt besonders für die „Standliste“, denn die hier eingetragenen Daten werden für die Zuchtwertschätzung verwendet. Die Dateneintragung in die Standliste soll mit der den Mitgliedern zur Verfügung stehenden Dateneingabemaske durchgeführt werden. Ein Wunsch wäre eine große international einheitliche Access-Datenbank.

  1. Zuchtplanung:

- von der Zentrale der ACA werden jedem Züchter bzw. Belegstellenleiter Vorschläge bezüglich der Nachzuchtnotwendigkeit für neue Leistungsprüfgruppen bzw. Drohnenlinien gemacht

- diese Vorschläge sind allerdings nicht bindend

- ein Züchter darf aber auf keinem Fall Zuchtmütter mit negativen Zuchtwerten für die Nachzucht verwenden

- die Beschickung der ACA-Belegstellen wird im Einvernehmen mit den Landesbeauftragten bzw. den Zuchtgruppen / Belegstellenleitern gesamtösterreichisch koordiniert

  1. Betriebskontrolle / Belegstellen

- die Betriebe der neu hinzukommenden Mitglieder werden obligatorisch geprüft = besser gesagt beraten

- zusammen mit dieser Betriebskontrolle werden jährlich in Summe 15 % aller Betriebe inklusive Belegstellen kontrolliert

- diese Betriebskontrollen müssen nach einem vorgegebenen Formular ablaufen

Bei neuen, erfolgversprechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen muss die Methode der Auslese unverzüglich angepasst / verbessert werden!




Summary of ACA Regulations 2004


A breeding program must fit into the general bee colony management of an operation and benefit all beekeepers:

General Goals

• Increase / improvement in honey production / varroa tolerance / gentleness, calm / low swarming tendency.

• Increase in productivity and decrease in cost generally.

• In terms of queen production for beekeeping in general and good mating station management (ACA mating stations must be publicly accessible to comply with the rules), the breeding results must be made accessible to all beekeepers.


General Aspects of the Breeding Program

• The proven and successful breeding program of the Austrian Institut für Bienenkunde (Institute for Bee Science) is the basis of the ACA’s breeding program. In the event of new promising scientific findings (these are to be expected particularly in varroa tolerance breeding), the breeding program must be adjusted.

• As many beekeeping operations as possible should be included in the breeding program (population size, testing in as many different environments as possible)—this must be one of the most important points for the future!


General Rules

• The performance test should take place under the same conditions as commercially oriented honey production.

• A test or breeding operation must include at least 20 colonies in the performance test—there must be commercial interest. A single performance test apiary must include at least 10 colonies.

• Every year at least 50% of the test colonies in a testing operation should be provided with a new, young test queen.

• A sibling group must include at least 6 and at most 25 queens.

• At least half of a sibling group should be subjected to outside testing (division between various test apiaries, statistical correction of the apiary’s effect, objectification of the test).

• The new test colonies must be established in a timely fashion, before the beginning of the new testing season (September), in the form of artificial swarms or nuclei, in such a way that they are definitely capable of overwintering. If established colonies receive new test queens, the strength of the colony must be leveled to a uniform strength within a test apiary. The requirement for the strength of the new test colonies going into the winter is at least a well occupied chamber f.e. in the 10-frame Zander hive. An obligatory removal of the remaining mites from the end of October to the end of January has to be done! There won’t be the same initial infestation rate coming out of the winter.

• The test colonies of a test apiary should have an initial situation that is as similar as possible in the middle of September, before the actual testing season (strength going into the winter, varroa infestation).

• From the middle of September on, the performance test colonies may not be strengthened and no brood combs or bees may be removed or given.

• A prerequisite for the performance test is also a uniform frame dimension or beehive system within a test apiary.

• As a rule, it only make sense to subject colonies to a performance test with a pure line breed queen. An exception is granted for new participants. Here colonies with an open mated queen should also be tested.

• In the performance test, every test queen must have a unique stud book number, or “life number”. New participants are assigned life numbers for their already present queens.

• The beekeeper of a test apiary must maintain an ACA queen card for every queen (colony). All data relevant to the performance test must be entered into this queen card.

• To provide an unmistakable marking, one wing of all test queens must be clipped (except in special organic operations).

• The test colonies of a test apiary must stay together for the whole test season. If, for example, the colonies are divided during a migration into two groups with different sites, these two sites are to be treated as individual test apiaries (paying attention to minimum size) in the breeding evaluation.

• The treatment of the test colonies during a testing season should proceed according to the needs of each colony. If it isn’t absolutely necessary in the method of operation (e.g., rape seed or Robinia honey production or certain regions with short swarming time), the queen excluder should be avoided, so that the test colonies can develop free and unimpeded. In any case, it is important that no colony is advantaged or disadvantaged in the management of the colonies.

• Every addition or removal of feed/honey during the testing season must be notated quantitatively on the apiary card.

• Preventive application of medication (e.g., against nosematosis) is not allowed. Application of medication is in principle permitted only in varroa treatment.


Selection Criteria

Only commercially important criteria are allowed for in the selective breeding.

1. Honey production

“Honey is money”—honey production is the most important selection criterion.

° For judging honey production, the honey that is actually removed from the test colony for centrifuging is considered. Honey stores (e.g., arch of honey above brood nest) that cannot be extracted are not evaluated.

° The ACA accepts two methods for judging the honey production criterion:

- The honeycombs that are removed from a colony during the honey harvest are counted and marked, and the weight of the removed honey is estimated for safety’s sake. This data is entered into the apiary card. In the centrifuge room, the marked honeycombs of a colony are weighed before and after centrifuging. The difference is the actual amount of honey that is considered in the breeding evaluation. This represents the optimal method.

- Because this method is very time-consuming (i.e., virtually impracticable) for larger operations with receivables, a second method is accepted: The full honeycombs are removed from the test colony, counted, and weighed. This data is entered into the apiary card. After centrifuging, the empty weight of 50 to 100 freshly centrifuged honeycombs is taken, and from that the average weight of an empty honeycomb is calculated. For every test colony, according to the number of removed honeycombs, this “tara-weight” of a honeycomb is then subtracted from the gross weight of the removed honeycombs.

- The results of every centrifuging are entered into the apiary card (preferably in a different color).

° Then the total production of a test colony at the end of the season represents the sum of the results of the individual centrifugings.

2. Varroa tolerance (VT)

Selection for VT is a very important breeding goal that can’t actually be expressed in terms of money. Varroa-tolerant bees guarantee residue-free bee products (product safety), and they reduce treatment costs. Varroa-tolerant bees are particularly important for beginners and small beekeeping operations and thus for the guarantee that agricultural crops and wild plants that cover the land will be pollinated.

Collaboration that is as widespread as possible, even internationally, is even more important in VT than in selection for other characteristics, because of the low heritability.

Principles and Methods of VT

- An equal varroa starting population at the beginning of the testing season is to be aimed for through careful varroa treatment of the new test colonies in the late summer and in the fall (before the beginning of the new testing season).

- Because various other treatment medications must be applied at various times due to fluvalinate-resistant mites, the data for a viable breeding evaluation is no longer usable. As a result of scientific analyses, it was necessary to choose new methods of evaluating the VT characteristic; it basically holds true that all treatments and evaluations within a test group (a test apiary) must absolutely take place at the same time with the same medication:

° In the late summer to the fall, the newly assembled test colonies must be carefully treated for the varroa mite, in order to attain a very low initial varroa infestation that is nearly equal for all colonies.

° Preliminarily, in the experimental stage: At the beginning of the sallow bloom, the daily natural dead mite drop down (over 21 days) is collected and counted (assessment of the actual initial infestation before the beginning of the season), in order to obtain scientifically substantiated reference points for a possible correction of the summer mite infestation.

° Since the testing season of 2003, this is the duty of every tester: At the beginning of the dandelion (Taraxacum officinale) bloom, the strength of the colony is determined on the basis of the number of crowded combs, so that the (21 day-)varroa drop down (approximately 60 days later – in July) can be corrected to an average colony strength (to avoid disadvantaging stronger and more productive colonies, because varroa can by nature proliferate more strongly here).

° During the testing season, no medicinal varroa mite treatments may be administered. The removal of drone brood from the test colonies should also be avoided. If this should be absolutely necessary in the operational framework, care must be taken that a nearly equal amount of drone brood is removed at the same time from each test colony. (The number of removed frames must be noted in the apiary card!)

° After the main harvest in July (approximately 60 days after the beginning of the dandelion bloom), the natural dead mite drop down is collected and counted for 21 days. The number of counted mites is considered the assessment of the VT characteristic.

3. Gentleness and tendency to remain calmly on the comb

Gentleness and a tendency to remain calmly on the comb are judged according to the internationally accepted four-point system:

- 4 points = very gentle/very calm on the honeycomb; no protection and no smoke necessary to avoid stings

- 3 points = gentle/calm on the comb; no protection and only a little smoke necessary, no stings

- 2 points = aggressive/bees run around on the comb; much smoke and protection (veil, gloves) necessary to avoid stings and in order to be able to work unimpeded

- 1 point = very aggressive/bees run away from the honeycomb or out of the opened beehive; work without a lot of smoke, face protection, and gloves not possible; stings occur even at a great distance from the apiary

Gentleness and a tendency to remain calmly on the comb must be judged critical (also with point between: 1,5, 2,5 or 3,5) and every time (minimum 5 – 6 time a season and very ) the beehive is opened. At the end of the season, an average is calculated from the individual notations and entered into the apiary list.

4. Swarming tendency

The swarming tendency of a test colony is also judged according to this four-point system, but at the end of the testing season, because of the notations in the apiary card:

- 4 points = the colony has shown no swarming tendency whatsoever for the entire season (hasn’t constructed any queen cells)

- 3 points = queen cells with eggs and open queen cells were found in a routine examination. After the necessary expansion (additional supers) and the breaking up of the queen cells, no more queen cells were constructed.

-- 2 points = swarming could be prevented only by extensive intervention (e.g., interim nucleus)

- 1 point = the test colony swarmed

Typical queen cells for a natural supersedure of the queen are not considered swarm cells.

5. Colony strength

In addition to the colony strength that must be determined at the beginning of the dandelion bloom, testers are also requested to determine the strength going into the winter (approximately at the end of September) and the strength coming out of the winter (at the first spring inspection) in the form of the number of crowded combs. Likewise, the testers are requested to voluntarily collect data on the number of brood combs at the beginning of the dandelion bloom. The reason to collect this data, which isn’t taken into account in the current breeding evaluation, is to gather information for further scientific analyses, to try to make the assessment of characteristics more accurate in the future.

6. Racial characteristics

- Because the breeding work of the ACA, in accordance with its statutes, concentrates on the Carnica and Mellifera races, monitoring of racial membership is necessary.

- The cubital index and abdomen color from worker bees of every queen introduced for further breeding and, in the case of threshold queens, also the width of the tomentum and the hair length must be assessed.

7. Breeding evaluation

- The breeding evaluation must be carried out with the best methods currently available.

- At present the breeding value of the team of Professor Dr. Bienefeld (Länderinstitut Hohenneuendorf) is being assessed according to the animal model (BLUP – Best Linear Unbiased Prediction).

8. The nature of the ACA form

In the performance test, data recording must proceed according to standard guidelines and be completed by fixed deadlines. Within all breeding organizations, the same forms must be used for data recording, in order to obtain comparable and truly significant data.

The following standard forms must be used by the testers/breeders:

- Stud book form: Here the life number, ancestry, use, and all other data on each queen are to be entered.

- Mating station book: A mating station book must be maintained for each ACA mating station. In it, the listed breeders, the number of listed queens on the mating station, the day of the queens brought to mating station, the type and extent of “drone free” monitoring, the mating success, etc., must be entered.

- Queen card: This is the most important form! All data on the test queen, the name of the test apiary, and the number of the beehive are entered. Every intervention in the colony is entered into the queen card according to the specifications in the form. At the end of the testing season, the data are transferred from the queen card into the apiary list. The maintenance of a queen card is necessary for each test colony.

- Apiary list: All data on all test colonies of a test apiary is entered in this list. At the end of the season, all results of the performance test (evaluation of characteristics) are also entered. The completely filled-out apiary list is then sent in to head office for preparation for the breeding evaluation.

- Extracting list: The so-called extracting list should be used while weighing honey production during extracting. Here the number of extracted honeycombs from every test colony and their weight before and after extracting are entered.

The forms are to be maintained so that, on the one hand, all necessary data is collected and, on the other hand, nothing unnecessary or disruptive causes unnecessary work. If possible, the electronic type of these forms should be used. Data should definitely be entered in the form of a standard electronic data record sheet in the future, in order to make the reporting more cost-effective. This applies particularly to the apiary list, because the data entered in it is used for the breeding evaluation. Data entry into the apiary list should be carried out with the data entry template that is available to members. A wish would be a large international standardized access-database.

9. Breeding planning:

- The headquarters of the ACA gives every breeder or apiary manager suggestions on the necessity of further breeding for new performance test groups or drone lines.

- These suggestions are, of course, not binding.

- A breeder may not under any circumstances use breeding mothers with negative breeding values for further breeding.

- The populating of ACA mating stations is coordinated throughout Austria in consultation with the local representatives or the breeding groups/apiary managers.

10. Operational inspection/mating stations

- The operations of newly entering members are obligatorily visited and advised.

- Together with this operational inspection, a total of 15% of all operations, including mating stations, are annually inspected.

- These operational inspections must proceed according to a predetermined form.

In the event of new, promising scientific findings, the method of breeding / selection must immediately be adjusted/improved!

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