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Die Honigbienen der Welt


Derzeit kennen wir weltweit neun Arten Honigbienen der Gattung Apis. Die Gattung Apis war aber nur in der „Alten Welt“ (Asien, Europa) verbreitet. Die „Neue Welt“ (Amerika, Australien Neu Guinea, Ozeanien) kannte keine Honigbienen.

Neben der Gattung Apis gibt es in den Tropen und Subtroben rund um die Welt noch sogenannte stachellose Bienen der Gattungen Melipona und Trigona und eine große Anzahl von sogenannten Wildbienen – das sind z.B. halbsoziale Arten der Hummel (Gattung Bombus) und sehr viele Arten von Solitärbienen.

Weltweit leben zwischen 20.000 und 30.000 Bienenarten. 729 Bienen-Arten wurden im deutschsprachigen Raum Europas gefunden.

Literatur:

Ruttner, F.: Naturgeschichte der Honigbienen. Ehrenwirth Verlag, München (1992)

Müller, A., Krebs, A. und Amiet F.: Bienen. Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung. Natur Buch Verlag, Augsburg (1997)

Hagen, E. v., Aichhorn, A.: Hummeln. Bestimmen – ansiedeln – vermehren – schützen. Fauna Verlag, Nottuln (2003)

Verschiedene Fluglochformen bei stachellosen Bienen Thailands

Stachellose Bienen Thailands

Stachellose Bienen Thailands

Stachellose Bienen Thailands

Stachellose Bienen Thailands

Ein Bienenstand stachelloser Bienen am Amazonas. Fünf Arten der Gattung Melipona sind angesiedelt. Die Beuten sind zum Teil winzig.

Eine Beute aus der Nähe

Die Betue wird geöffnet. Die Biene kitten extrem.

Ein Blich von oben in die beute. Die Brut wird horizontal angelegt. Die Bienen dieser Art entsprechen der Größe der Carnica.

Der Honig wird zweimal im Jahr mit einer Spritze aus den Honigtöpfen gesaugt. Die Ernte fällt mit maximal 1 kg gering aus.

Diese Melipona-Art ist kleiner als die Stubenfliege. Sie wird auch in winzigen euten gehalten.

Das Nest der kleinen Biene aus der Nähe. Das horizontale Brutnest ist eigentlich ein Wirrbau.


Arten der Gattung Apis (Honigbiene)

Italienerbiene

Italienerbiene, Apis mellifera ligustica

Kapbiene

Kapbiene, Apis mellifera capensis

Die neun Arten der Gattung Apis. Die zwei Arten Riesenhonigbienen (A. laboriosa, A. dorsata oben) und die zwei Zwerghonigbienenarten (A. florea und A. andreniformis; unten) sind "Freibrüter" mit jeweils nur einer Wabe (aus Koeniger et al)

Der Wabenbau der drei Artengruppen der Gattung Apis: Die 5 Arten „Höhlenbrüter“ bauen in geschützten Hohlräumen mehrere Waben mit ganz bestimmten Abständen zueinander („bee space“). In der Tanzsprache im Dunklen beziehen sie den Sonnenstand auf die Schwerkraft. Die frei brütenden Riesen- und Zwerghonigbienen bauen nur eine Wabe – die Riesenhonigbienen an starken Ästen, Fels oder Dachvorsprüngen u.a., die Zwerghonigbienen an dünnen Ästen, die sie mit ihrer Wabe umschließen und beidseitig mit einem „Leimring“ gegen Ameisen schützen. Die Riesenhonigbienen tanzen auf der senkrechten Wabe, die Zwerghonigbienen horizontal auf dem „Tanzboden“ auf der Wabenobeseite (aus Koeniger et al)

Scutellata

Scutellata (Apis mellifera scutellata) - die "Mörderbiene" in Süd- und Mittelamerika.

WERTVOLLE LITERATUR.

Friedrich Ruttmer: „Naturgechichte der Honigbiene“. 1992, Ehrenwirth-Verlag. ISBN 3-431-03184-6

Nikolaus Koeniger, Gudrun Koeniger und Salim Tingek: „Honey Bees of Borneo. Exploring the Centre of Apis Diversity“. 2010Natural History Publications (Borneo). ISBN 978-983-812-128-6

Apis mellifera, die westliche Honigbiene

Die westliche Honigbiene Apis mellifera ist heute die Biene der Weltimkerei. Sie wird in eine Reihe von Unterarten unterteilt.

Die wichtigsten Unterarten der Gattung Apis mellifera

Einige europäischen Unterarten (Rassen)

A.m. carnica Carnica (südlich der Alpen / Karpaten, Ungarn, Siebenbürgen und Balkan.)

A.m. mellifera Mellifera (ursprünglich von den Pyrenäen nördlich der Alpen und Karpaten bis zum Ural)

Diese beiden Unterarten sind die heimischen Bienenrassen Österreichs.

A.m. ligustica, die Italienerbiene

Unterarten wie A.m. cecropia (Griechenland), A.m. sicula (Sizilien) oder auch A.m. iberica (Spanien, Portugal) sind schon ausgestorben oder sie sind so wie die A.m. mellifera höchst gefährdet.

Die orientalischen Unterarten

A.m. caucasica

Die Caucasica war wegen ihrer Sanftmut und Leistungsfähigkeit eine Zeit lang international gefragt. In Gebieten mit rauerem Klima war sie sehr Nosema anfällig.

Heute gehört A.m. caucasica wegen der Verbastardierung mit anderen Unterarten zu den gefährdeten Bienenrassen.

A.m. syriaca

Deise Unterart kommt so wie die Persische Biene mit den orientalischen Hornissen und vor allem dem Vogel „Bee Eater“ sehr gut zurecht.

A.m. meda (Persische Biene)

Diese Unterart wird heute noch häufig in traditionellen Tonkrügen oder in Mauernischen gehalten.

Beide Unterarten sind sehr wehrhaft und die Imker verbastardieren sie zunehmend mit der sanfteren und leistungsfähigeren Italiener Biene.

Wichtige afrikanische Unterarten

A.m. intermissa (Tellbiene) ist die teils sehr wehrhafte der Magreb-Staaten. Diese Biene ist extrem Anpassungsfähig an das heiße, sommertrockene Klima Nordafrikas. In den Oasen Südmarokkos ist diese Biene auch extrem sanft, weil sie mitten in den Dörfern gehalten werden muss. Bekannt wurde die Tellbiene vor allem, weil sie in Tunesien innerhalb von zwei Jahrzehnten durch natürliche Auslese in diesem nicht bienenfreundlichen Klima weitgehend widerstandsfähig gegen die Varroa-Milbe wurde.

A.m. scutellata

Diese Biene Zentral- und Südafrikas erlangte ihre Berühmheit durch den Import in Südamerika. Dort „mutierte“ sie wegen ihrer guten Anpassungsfähigkeit und vor allem durch die Bastarde mit den von den Siedlern eingeführten europäischen Unterarten zur extrem aggressiven „Mörderbiene“. Die hohe Aggressivität der Bienen besonders Zentralafrikas rührt von der negativen Selektion durch die Honigjagd her. Sehr aggressive Völker werden nicht ausgebeutet, überleben daher und vermehren sich wegen der generell hohen Schwarmtendenz der tropischen Unterarten sehr rasch.

A.m. capensis (Kapbiene)

Die Kapbiene ist durch ihre genetischen Eigenheiten bekannt geworden. Die so genannte Automixis ermöglicht es, dass die Eier der Arbeitsbienen („Afterweisel“) zu 50% fertil (befruchtet) sind. Bei der Reifungsteilung in den Eiern der Arbeitsbienen verschmilzt der Eikern mit einer Polzelle. Dadurch entstehen von diesen an sich unbefruchteten

Eiern mit heterozygoten Sexallele zu 50% Arbeitsbienen (oder Königinnen).

Bekannt ist auch der Sozialparasitismus der Kapbiene bei der im nördlicheren Südafrika benachbarten Unterart A.m. scutellata. Dringt eine Capenis-Arbeitsbiene in ein Scutellatavolk ein, beginnt diese Arbeitsbiene sofort mit der Eiablage. Sie wird vom „Gastvolk“ als Königin behandelt. Die volkseigene Königin geht verloren und alle Nachkommen der Kapbiene werden vom Scutellata-Volk ebenso als Königinnen behandelt – bis das Bienenvolk mit ausschließlich „Königinnen“ nach sechs bis sieben Wochen zugrunde geht. Durch die Verbringung von Kapbienenvölkern in das Verbreitungsgebiet der wirtschaftlich besseren, aber sehr aggressiven Scutellata-Biene entstand der südafrikanischen Imkerei großer Schaden. Europäische Bienenrassen lassen sich von der Kapbiene nicht überlisten.

Unterarten wie A.m. lamarkii (Ägypten), A.m. saharensis (Oasen der Wüste Sahara), A.m. monticola (Bergbiene in Kenia oder Tansania), A.m. adansonii (Westafrika) oder A.m. unicolor (Madagaskar) sind ebenfalls von Aussterben bedroht oder von geringerer wirtschaftlicher Bedeutung.

Die ursprüngliche Verbreitung der westlichen Honigbiene erstrecke sich über Afrika, Europa und Vorderasien. Es gab eine natürliche Grenze und daher keine Überschneidung zu den asiatischen Apis-Arten im Bereich Kasachtan – Iran.

Heute ist Apis mellifera (fast ausschließlich die Unterarten Ligustica und Carnica) wegen ihrer guten Wirtschaftlichkeit weltweit verbreitet. Damit wurden aber vor allem den asiatischen Apis-Arten große Probleme bereitet.



Die östlichen Honigbienen

Die asiatischen Honigbienenarten kommen weitgehend nebeneinander (sympatrisch) vor. Möglich ist dies vor allem dadurch, dass jede Biene ein anderes Paarungsverhalten und auch eine Tageszeit der Paarungsflüge aufweist. Vier Arten sind „Höhlenbrüter“ (mehrere Waben meist in einer dunklen, geschützten Höhle), die in ihrer Tanzsprache so wie die westliche Honigbiene A. mellifera den Stand der Sonne auf die Schwerkraft beziehen und daher sich auch im dunklen verständigen können. Die anderen vier Arten sind „Freibrüter“ (eine einzige Wabe am Ast eines Baumes, an einem Dachvorsprung oder Felsüberhang. Diese Arten müssen beim Verständigungstanz ein Stückchen Himmel sehen können.

Die „Höhlenbrüter“

Von den vier “Höhlenbrütern unter den #asiatischen Honigbienen schaffte es nur A. cerana in Hochlagen (Himelyas) oder in nördliche, kalte Breiten vorzudringen. Die drei anderen Arten sind auf die Sundainseln beschränkt.

Apis cerana, „The Asian hive bee“

Die Verbreitung der “Asian Hive Bee” (“asiatische Beutenbiene”) erstreckt sich vom südlichen Iran, Afghanistan, Kaschmir südlich der Himelayas (allerdings bis auf 4000 m Seehöhe hinauf) über Indien, Sri Lanka, den Philippinen, Japan bis in den Nordost Chinas und dem südlichen Fernost Russlands. Besondwere Eigenheiten von Cerana sind das sogenannte „hissing behaviour“ (bei Beunruhigung gibt das ganze Volk eine Art Zischlaut von sich – ähnlich dem Zischen einer Schlange) und das „Körperschütteln“ (hunderte Bienen, die zum Beispiel vor dem Eingang zum Nest sitzen, schütteln alle gleichzeitig den Hinterleib, wenn sich eine Gefahr nähert). Nähert sich eine Hornisse dem Nest, so wird neben dem Körperschütteln meist auch der Flug eingestellt. Aufgrund dieser Eigenschaften kann Apis Cerana gut mit den asiatischen Hornissen umgehen. Die europäische Italienerbiene ist vor allem in Japan den Hornissen (Vespa mandarinia) machtlos ausgeliefert.

Die sehr sanfte A. cerana wird heute noch sehr häufig in traditionellen Beuten (Loghives = meist liegende Röhrenbeuten aus Holz oder Wallhives = Nischen in den Hausmauern) gehalten. Aber mit Unterstützung von Projekten (Nepal, Nordindien, Sri Lanka) wird auch A. cerana zunehmend in Magazinbeuten gehalten.

Die sehr findige A. cerana hat gegenüber der importierten, exotischen Biene A. mellifera Nachteile durch ihre geringe Leistungsfähigkeit (durchschnittlich nur rund 5 kg Honig pro Volk und Jahr) und durch das so genannte „absconding“ (Fluchtschwärme bei Trachtmangel, Feinde oder bloß Beunruhigung). Dagegen hat sie auch erhebliche Vorteile gegenüber A. mellifera: sie ist als ursprünglicher Wirt der Varroamilbe gegen diese absolut widerstandsfähig. Auch die andere asiatische Bienenmilbe (Tropilaelaps clarae) befällt A. cerana im Gegensatz zu Mellifera nicht. A. cerana braucht daher keine Behandlung gegen diese asiatischen Bienenmilben. Diese Biene ist auch eine bessere Bestäuberin besonders für die heimischen Kultur und Wildpflanzen als die importierte A. mellifera. Da die Cerana sehr einfach ohne großen Aufwand (wenig bis kein Futter, keine Medikamente) gehalten werden kann, wird sie auch „Biene des armen Mannes“ genannt. Die Haltung der europäischen Biene A. mellifera dagegen können sich nur reichere Leute leisten. Mellifera wird daher auch „die Biene des reichen Mannes“ genannt, denn diese Biene braucht sehr viel Futter, kann nicht ohne medikamentöse Behandlung überleben und verlangt eine aufwändigere Technologie.

A. cerana leidet heute stark unter dem Druck der importierten europischen Biene und den mit dieser eingeschleppten Krankheiten und Parasiten (Sackbrut, Faulbrut, Tracheenmilbe). In manchen Bereichen Asiens (besonders in den reicheren Ländern) gehört Apis cerana heute bereits zu den gefährdeten Nutztierarten. So hat z.B. Japan schon vor Jahren Schutzgebiete für die A. cerana japonica chaffen müssen, damit diese Honigbienenart nicht ausstirbt..

Neben der weit verbreiteten A. cerana kommen sympatrisch (nebeneinander) in Asien noch die Arten Apis koschevnikowi (Sumatra, Java), Apis nuluensis (Borneo) und Apis nigrocinta (ebenfalls Borneo) vor. Diese Arten sind wirtschaftlich von geringerer Bedeutung im Vergleich zu A. cerana.

Bilder der Östlichen Honigbienen

Cerana Drohnenbrut

Apis cerana, Drohnenbrut

Cerana Nest

Apis cerana - Arbeitsbienen

Cerana Nest

Apis cerana, Nest - "Wall Hive"

Dorsata Nest

Apis dorsata - Nest

Dorsata Baum

Dorsata Baum

Dorsata Baum

Dorsata Baum

Laboriosa Fels

Apis laboriosa - Nester am Fels

Laboriosa

Apis laboriosa - die größte unter den Honigbienen

Floreawabe

Apis florea - Wabe der Zwerghonigbiene

Floreawabe

Apis florea - Honigwaben am Markt in Bangkok

Cerana-Bienenstand in Nepal , nahe 4000 m Seehöhe

Apis cerana - Honigernte ("Loghive")

Die sympatrisch vorkommenden asiatischen Apisarten haben verschiedene Drohnenflugzeiten. Nur A. cerana und die in Asien eingeschleppte Apis mellifera haben gleiche Paarungszeit (aus Niko Koeniger et al)..

Das „sich aus dem Weg gehen“ trifft bei östlichen Honigbienen auch für die Wahl des Standortes für den Drohnensammelplatz zu (A.d. = Apis dosata, A.k. = A. koschevnikovi, A.c. = A. cerana; aus Niko Koeniger et al).

Zwischen den markanten Bäumen (Pfeil) am nahen Horizont befindet sich ein Drohnensammelplatz von Apis cerana.

Apis andreniformis ist die kleinste Honigbienenart.

Die Größenunterschiede Drohnen und Königin zu Arbeitsbienen sind bei den Zwerghonigbienen sehr groß (aus Niko Koeniger et al).

Die Zwerghonigbienen zeigen beim Tanz die Richtung zur Trachtquelle direkt an (aus Niko Koeniger et al).

Apis nuluensis kommt auf Borneo vor (aus Niko Koeniger et al).

Die rotbraunen Arbeitsbienen von Apis koschevnikovi. Sie wird in Beuten gehalten.

Diese Apis-Art lebt in Borneo neben Apis cerana. (aus N. koeniger et lal)


Die Freibrüter

Diese vier Arten können nicht in Bienenkästen gehalten werden. Sie bauen ihre Nester aus einer einzigen Wabe immer im Freien und sind daher in ihrer Verbreitung auf die Tropen und Subtropen Asiens beschränkt. Lediglich die Art Apis laboriosa, die „Felsenbiene der Himalayas“ schafft es durch eine extreme Anpassung und saisonale Wanderung im Sommer ihre Nester auf Felsüberhängen bis in eine Seehöhe von 4.000 m zu bauen.

Apsis florea und Apis andreniformis, die Zwerghonigbienen

Die Arbeitsbienen sind annähernd so groß wie eine Stubenfliege. Königin und Drohnen dagegen sind mindestens doppelt so groß wie eine Arbeitsbiene.

Beide Arten sind in ihrem Aussehen und Verhalten nahezu gleich. Sie bauen ihre Wabe an relativ dünnen Zweigen, schützen sich auf beiden Seiten der Wabe mit einem „Leimring“ gegen das Eindringen von Ameisen in das Nest. Auf der oft sehr dicken, den Zweig umschließenden Honigkappe befindet sich der „Tanzboden“. A. florea baut die Honigzellen strahlenförmig um den Zweig, A. andreniformis dagegen richtet die Honigzellen alle mehr oder weniger horizontal aus. Diese Arten führen ihre Meldetänze auf einer horizontalen Fläche auf dem „Tanzboden“ der Honigkappe durch.

Die Verbreitung von A. florea reicht im Westen im ganzen Bereich um den Persischen Golf und im Osten bis Südwestchina und die Inseln Borneo, Java und Sumatra. A. florea wurde vor einigen Jahren in den Sudan nach Afrika verschleppt. Sie fühlt sich auch dort wohl und vermehrt sich rasch. Bisher sind keine Nachteile dieser Einschleppung bekannt.

A. andrenisformis kommt nur von Nordostindien über Laos, Thailand, Malaysia, Vietnam bis Südwestchina und auf Borneo, Java, Sumatra vor.

Beide Arten sind in ihren Verbreitungsgebieten z.T sehr wichtige Honiglieferanten.

Apis dorsata, die Riesenhonigbiene

Das Verbreitungsgebietr von A. dorsata erstreckt sich üer den gesamten indischen Subkontinent (einschließlich Sri Lanka) bis Südwestchina, die Sundainseln und mit ihren Randgruppen bis nach den Philippinen (Breviligia) und Celebres (Binghami).

Die Dorsata ist eine imposante Biene, groß wie eine Hornisse, bei der Verteidigung des Nestes warnt sie zuerst den möglichen Feind, aber wenn sie angreift, dann …. - dann ist es auch für Menschen nicht ganz ungefährlich. Die professionellen Honigjäger können aber sehr gut mit dieser Biene umgehen.

Eine Dorsatawabe kann bis zu 1,5 m lang und bis zu 1 m hoch sein. Bei guter Tracht kann der Honigteil der Wabe bis über 20 cm dick und bis 25 kg schwer sein. Für Indien gilt die Dorsata als ein Haupthoniglieferant. In Bangladesh werden zu bestimmten Zeiten im Jahr in den Mangrovenwäldern künstliche dicke Äste in einem bestimmten Winkel zum Anheften der Nester angeboten. Hier handelt es sich um eine gezielte und nachhaltige Bewirtschaftung dieser Biene. Dagegen wurde in Thailand die Dorsata in bestimmten Gebieten unter Schutz gestellt, damit sie nicht ausgerottet wird.

Apis laboriosa, die Felsenbiene der Himalayas

Die Laboriosa ist die größte Honigbiene. Sie kommt nur in den Tälern der Himalayas von Nordindien, Nepal und Bhutan bis zum Mekong im Osten vor. In diesen Gebieten wird sie auch heute noch von den traditionellen Honigjägern großteils noch nachhaltig bewirtschaftet.

Besonders interessant ist die Lebensweise dieser Biene. Im Frühling zieht sie hinauf in die Felswände bis auf 4.000 m Seehöhe. Dort baut sie große Waben, bildet Schwärme zur Vermehrung. Am Ende des sommers fliegt sie dann in tiefere Tallagen (rund 1.500 m Seehöhe). Dort überwintert sie nur in einer Bienentraube, ohne eine Wabe zu bauen. Sie verharrt auf den Bäumen mit einem Minimum an Aktivitäten, um im kommenden Frühjahr wieder in Berge hinauf zu fliegen, um erneut Waben zu bauen, zu brüten, zu schwärmen und um eine Menge Honig einzutragen.

Apis laboriosa leidet heute sehr stark durch den Raubbau von unprofessionellen Honigjägern, durch die Devastierung der Landschaft (die notwendigen Trachtpflanzen gehen verloren) und durch mit der europäischen Bienen eingeschleppten Krankheiten (besonders Sackbrut und Europäische Faulbrut).

Zischlaut und Körperschütteln sind auch für beide Riesenhonigbienenarten Abwehrstrategien und Warnung an den Feind „bitte, lass uns in Ruhe, sonst …….“. Alle tropischen Bienenarten (auch afrikanische Mellifera-Rassen) haben die für den Menschen unangenehme Eigenschaft, dass sie nicht einzeln sondern immer kollektiv in „Geschwaderform“ angreifen. Besonders drastisch zeigt sich das bei manchen Ökotypen der Tellbiene (A.m. intermissa). Wird ein einzelnes Volk „beleidigt“, helfen alle Völker eines Bienenstandes in der Verteidigung innerhalb ganz kurzer Zeit zusammen.

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